U16 bei den ÖMS in Wien Atzgersdorf

Mit nur drei Niederlagen in der NÖ Landesmeisterschaft hatte sich das Team für die ÖMS in Wien qualifiziert. Obwohl nur mit acht Feldspielerinnen und zwei Torfrauen bei vielen Spielen angetreten, haben sie in vielen Spielen gezeigt wie entscheidend der Kampfgeist einer Mannschaft über Sieg oder Niederlage ist. In den letzten Meisterschaftsspielen haben uns dann auch ein paar U14 Spielerinnen im Hinblick auf die anstehenden Spiele bei den ÖMS unterstützt und waren auch bei den Trainings in den letzten Wochen dabei. Mit dieser Mischung aus den Jahrgängen 2002/03/04 ging es am Samstag in die erste Partie gegen WAT Atzgersdorf. Viel zu nervös tappte man gleich von Beginn an in die Falle mit vielen unnötigen technischen Fehlern, die den Wienerinnen einen komfortablen Halbzeitstand von 15:5 bescherte. Die zweite Hälfte lief dann um vieles besser und die Uniongirls konnten diese auf ein Unentschieden halten, obwohl das NU Protokoll etwas anderes aussagt. Alle Fans in der Halle haben den Endstand auf der Anzeigetafel von 22:12 gesehen und konnten sich in den zweiten zwanzig Spielminuten über viele gelungene Aktionen und Tore unserer Youngsters aus der U14 mitfreuen.

Nach einer Stunde Pause ging’s gegen HIB Graz, dem Landesmeister aus der Steiermark mit einer Handballakademie im Rücken, weiter. Unerklärlich auch hier der Start mit drei technischen Fehlern und drei Kontertoren in knapp zwei Minuten. Dann fand das Team wieder ins Spiel zurück und zeigte wie gut sie eigentlich Deckung spielen können. Unsere Torleute, Annika und Teresa, entschärften viele gute Würfe der Steirerinnen und in der zweiten Halbzeit gelang nach einigen Kontertoren unsererseits der wohlverdiente Ausgleich zum 11:11 gleich nach Wiederbeginn. Leider ließ dann die Konzentration wieder nach und wir erhielten einige unnötige Treffer. Zwei Minuten vor dem Ende dann das 18:20 durch Hanna, das wieder Hoffnung auf einen Punktgewinn gab. Dagegen hatten die Gäste aus der Steiermark sehr wohl etwas und ließen sich ihren ersten Sieg bei diesen ÖMS mit 22:19 auch in den Schlussminuten nicht mehr nehmen. Resümee vom ersten Tag: gut gekämpft, gute Deckung und Torfrauen, im Angriff oft zu sehr in Einzelaktionen verrannt und leider zu viele technische Fehler, die dem Gegner viele Konterchancen eröffneten.

Somit kam es am Sonntag zum Spiel um Platz 5 gegen den Vertreter aus Vorarlberg, dem HC Sparkasse BW Feldkirch. Voller Elan und mit dem Ziel diese Partie zu gewinnen starteten Vici & Co. in dieses Spiel. Noch lief nicht wirklich alles richtig rund und in der Anfangsphase lief man meistens einem oder zwei Treffer hinterher. Wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff erzielte Tea aber dann das erlösende 9:9. Aus der Kabine kamen die Mädels mit unglaublichem Siegeswillen und gingen immer wieder in Führung. Schnelle Kombinationen mit einfachen Toren aus der zweiten Reihe, gute 1:1 Aktionen, damit holte man sich 7-Meter Strafwürfe und eine gute Torfrauleistung brachte dann sieben Minuten nach Wiederanpfiff erstmals einen drei Tore-Vorsprung. Jetzt waren die Mädels nicht mehr zu halten. Angetrieben von Vici Kunst, die als Regisseur alle Fäden im Angriff zog, und Tea mit ihrem unbändigen Zug zum Tor, funktionierte jetzt auch in der kompakten Deckung sehr viel und Platz 5 bei den ÖMS wurde mit einem 23:18 Sieg erobert. Heute haben alle Spielerinnen gezeigt, was in ihnen steckt, auch wenn sie auf Positionen zum Einsatz kamen, auf denen sie noch nicht so oft gespielt haben. Und obwohl Viki E. nach ihrer unfreiwilligen Bekanntschaft (Kopf) mit dem harten Hallenboden nicht mehr eingesetzt werden konnte, übernahmen andere Spielerinnen ihren Part. Auch das zeichnet diese junge Mannschaft aus.

Gezeigt hat sich auch, dass hier wieder viele junge dynamische Handballerinnen in Korneuburg heranwachsen, die es gilt zu fördern aber auch zu fordern, um vielleicht die Tradition – Aufstieg in die erste Liga mit Eigenbauspielerinnen –  fortführen zu können.