Nach dem souverän erspielten Landesmeistertitel reisten wir mit viel Vorfreude und Optimismus zu den Staatsmeisterschaften nach Bruck an der Mur.
Bereits Samstag Früh um 9:00 stand das Spiel gegen die SG HIT/UHC Absam am Spielplan. Da weibliche Nachwuchsmannschaften aus Tirol sehr selten an den Staatsmeisterschaften teilnehmen, war die Spielstärke der Gegnerinnen im Vorfeld schwer einzuschätzen. Nach wenigen Minuten war aber klar, dass es sich um eine enorm starke Mannschaft handelt, die sich später erst im Finale nach hartem Kampf der Top Mannschaft WAT Atzgersdorf geschlagen geben musste. Trotz schlechter Chancenauswertung und stockendem Spielfluss hielten wir das Spiel lange offen, mussten uns aber am Ende doch 13:17 geschlagen geben.
Auch im zweiten Spiel gegen die SG Gleisdorf/Weiz konnten wir spielerisch nicht überzeugen, aber dennoch einen 22:19 Sieg fixieren.
Damit war vor dem letzten Gruppenspiel gegen den HC Hard klar, dass ein Sieg den angestrebten Einzug ins Semifinale, ein Unentschieden aber „nur“ den 3. Rang bringen würde. Diesmal zeigte die Formkurve nach oben, das Spiel lief gut und 20 Sekunden vor dem Schlusspfiff bejubelten wir den Treffer zum 19:18. Doch der allerletzte Angriff der Vorarlbergerinnen endete mit einem 7 Meter Pfiff und dem 19:19 und aus Jubel wurde die bittere Enttäuschung, dass am Sonntag statt des Halbfinales nur das „Trostspiel“ um den 5. Platz wartete.
Dennoch gelang es der Mannschaft sich wieder voll zu motivieren und perfekt in das Spiel gegen den steirischen Meister HIB Graz zu starten. Dieser wurde aber mit Fortdauer des Spiels immer stärker und sicherte sich 5 Minuten vor Spielende einen 3 Tore Vorsprung. Mit Können, Einsatz und Moral kämpften wir uns aber heran und erzielten kurz vor dem Schlusspfiff den Ausgleich. Und wieder passierte es: Letzter Angriff der Gegner – 7 Meter Pfiff – eine 19:20 Niederlage und damit am Ende der 6. Platz.
Das war sicher nicht das Ergebnis, das wir uns erhofft und gewünscht hatten. Wir mussten lernen, dass jede kleine Nachlässigkeit, Unaufmerksamkeit oder fehlende Verteidigungsarbeit auf diesem hohen Niveau und dieser kurzen Spielzeit (2 x 15 Minuten) sofort bestraft werden.
Unsere Gesamttordifferenz von -2 aus 4 Spielen zeigt, wie eng hier die Ergebnisse waren. Als positive Erkenntnis nehmen wir mit, dass wir durchaus auf Augenhöhe mit fast allen der besten Mannschaften Österreichs agierten, die Mannschaft auch bei Rückstand oder in schwierigen Phasen nie aufgab und immer wieder zeigte, wie viel Potential und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung in ihr stecken.