Mit einer stark verjüngten Mannschaft starteten die Korneuburger Handball-Damen am Sonntag in die neue Saison der WHA Meisterliga. Nach zahlreichen Abgängen gegenüber der Vorsaison steht für die neu formierte Mannschaft in diesem Jahr vor allem eines im Mittelpunkt: Erfahrungen sammeln, zusammenwachsen und sich an das hohe Tempo und den körperbetonten Spielstil der Liga gewöhnen.
Dass dabei gleich im ersten Spiel einiges möglich ist, zeigten die Korneuburgerinnen gegen die favorisierten Gäste vom UHC Gartenstadt Tulln eindrucksvoll.
Die Gastgeberinnen erwischten einen fulminanten Start. Mit mutigen Würfen aus der zweiten Reihe und hohem Einsatz erspielten sie sich rasch eine Führung und lagen nach acht Minuten mit 4:2 voran. Tulln fand zunehmend besser ins Spiel, doch die Korneuburger Abwehr hielt dagegen. Torfrau Mariella Schwarz bewahrte ihr Team mit mehreren starken Paraden in aussichtsreichen Torchancen immer wieder vor dem Ausgleich.
Trotz einiger technischer Fehler blieb Korneuburg lange in Führung. Erst in der 28. Minute gelang Tulln der Ausgleich, die erste Führung der Gäste folgte überhaupt erst kurz vor der Pause. Mit einem 15:15 zur Halbzeit sorgten die jungen Korneuburgerinnen damit für eine durchaus überraschende Zwischenbilanz und für große Freude bei den zahlreichen Fans in der Franz-Guggenberger-Sporthalle.
Nach Seitenwechsel erhöhte Tulln den Druck deutlich. Die Gäste agierten aggressiver und konnten ihre körperliche Überlegenheit nun zunehmend ausspielen. Auch die eingewechselte Tullner Torfrau erwies sich als starker Rückhalt. Korneuburg geriet dadurch rasch mit mehreren Toren in Rückstand. Würfe aus der zweiten Reihe, die in der ersten Halbzeit noch für wichtige Treffer gesorgt hatten, fanden nun seltener den Weg ins Tor.
Trotz der nachlassenden Kräfte des kurzen Korneuburger Kaders gab die junge Mannschaft das Spiel jedoch nie auf. Immer wieder gelangen schöne Kombinationen und sehenswerte Treffer. Der Kampfgeist blieb bis zum Schlusspfiff ungebrochen. Am Ende setzte sich der Favorit aus Tulln mit 35:26 durch.
Auch wenn damit zum Saisonauftakt keine Punkte auf dem Konto stehen, überwiegt bei den Korneuburgerinnen die Zuversicht. Die erste Halbzeit hat eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in der neu formierten Mannschaft steckt. Nun gilt es, Schritt für Schritt weiter zusammenzuwachsen und an den eigenen Stärken zu arbeiten.